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»Wenn ich heute ein Smartphone konfigurieren würde, würde ich

GrapheneOS von Daniel Micay als Basis-Betriebssystem verwenden«.

GrapheneOS ist ein auf Sicherheit und Datenschutz ausgerichtetes Android Open-Source-Betriebssystem mit Android-App-Kompatibilität - ein Android besonders für Sicherheits- und Datenschutzfreaks. Es ist frei, vollständig quelloffen und als gemeinschaftliches Projekt aufgestellt. Der Fokus von GrapheneOS liegt auf der Verbesserung der Privatsphäre und Sicherheit von Android. Aus diesem Grund verzichtet das Projekt auf die Einbindung der Google Play Services oder alternativer Implementierungen wie microG. Alle Komponenten die für die Android-Basis­kom­pa­ti­bi­li­tät nicht erforderlich sind, werden nicht integriert. GrapheneOS basiert auf Android Open Source Project (AOSP), jedoch erweitert um Funktionen und Maß­nahmen, die die Sicherheit und den Datenschutz deutlich verbessern.

GrapheneOS setzt ausschließlich auf Smartphones, die 'Verified Boot' unterstützen. Dieses soll sicherstellen, dass der gesamte ausgeführte Code von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt und ein Angreifer keine Manipulation daran vorgenommen hat.

Beispiel eines Features: Durch die Aktivierung des Flugzeugmodus werden die Sende- und Empfangsfunktionen des Mobilfunknetzes vollständig deaktiviert, so dass das Phone nicht mehr über das Mobilfunknetz erreicht werden und der Netzbetreiber (und jeder, der sich als solcher Provider ausgibt) das Phone nicht mehr über das Mobilfunknetz verfolgen kann.

Wenn der Flugzeugmodus aktiviert ist, wird der Mobilfunk deaktiviert, aber Wi-Fi kann wieder aktiviert und verwendet werden, ohne dass der Mobilfunk erneut aktiviert wird. So wird die Verwendung als reines Wi-Fi-Phone ermöglicht.

Google Play-Dienste
Die Play-Dienste übersenden alle 20 Minuten … Benutzerdaten an die Google LLC, USA, … Hardware Seriennummer,

IMEI des Geräts, IP-Adresse, Nutzerstatistiken von Apps, SIM-Karte Serien- und Telefonnummer an die Google LLC. Davon betroffen sind im alle Android-Nutzer, die die Google Play Services auf ihrem Gerät installiert haben.

Die Google Play Services aka Google Play-Dienste, Erstveröffentlichung 26.09.2012, sind seit Jahren dafür bekannt, personenbezogene Daten von den Nutzern bzw. den Android-Geräten zu sammeln und an Google in Realtime zu übermitteln, einschließlich Standort- und Werbeverfolgung. Der große Funktionsumfang der Google Play-Dienste erfordert weitreichende Zugriffsberechtigungen auf das Android-Smartphone, die automatisch ohne Rück­frage erteilt sind.

Die Google Play-Dienste übersenden alle 20 Minuten E-Mail-Adresse, Hardware Seriennummer, IMEI des Geräts, IP-Adresse, Nutzerstatistiken von Apps, SIM-Karte Serien- und Telefonnummer an die Google LLC. Davon betroffen sind im Grunde alle Android-Nutzer, die die Google Play Services auf ihrem Gerät installiert haben.

Wer das "nach Hause telefonieren" seines eigenen Android Gerätes nicht mehr akzeptieren möchte, also will, dass das es aufhört Informationen an Google weiterzugeben, der muss sich von den Google Play-Diensten und den entsprechenden Google-Apps trennen. Die sicherste Methode ist, ein ganz neues Android™ Betriebssystem auf dem Smartphone und Tablet zu installieren, das ohne Google „Services“ auskommt.

Upcycling Android

Die Free Software Foundation Europe e.V. (FSFE) wirbt zur "Europäischen Woche der Abfallvermeidung" für den Umstieg von Android auf freie Systeme wie die CalyxOS oder LineageOS.

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"Jedes Jahr produzieren Hersteller weltweit 1,5 Milliarden Handys. Leider würden wahrscheinlich fast genauso viele 'nach einer oft kurzen Nutzungsdauer weggeworfen'. Dies sei immer mehr auf geplante 'Software-Obsoleszenz' zurück zuführen, erläuterte die FSFE.

Lesetipp:
»Ich bin nicht willkommen, merke ich schnell.«, notiert der Autor in seinem Artikel „Nachhaltigkeit: Wie die Industrie Reparaturen sabotiert“ auf heise online, 20.05.2021.

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